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Angelurlaub

Bei Kennern ist die Inselgruppe Lofoten unlängst als "Angel-El-Dorado" bekannt und als solches geschätzt. Kein Wunder, liegen einige der Inseln doch in einem der fischreichsten Fahrwasser ganz Norwegens. Zwar gibt es bestimmte Zeiträume, in denen man besonders viele Angler antreffen kann, doch nicht nur während der abenteuerlichen Hochsaison lässt es sich hier gut fischen. Das ganze Jahr über kann man an der Küste der Inselgruppe gut angeln und sich seinen Fang frisch zubereiten lassen.

Fische

Fischarten

Eigentlich eignen sich die Lofoten generell dazu, verschiedene Fische zu angeln. Dies liegt daran, dass die Inselgruppe in den Nordatlantik hineinragt und dadurch verschiedenste Fische, die mit den Strömungen ziehen, an den Küsten versammelt. Meeresangler haben die Lofoten schon längst als Angelparadies für sich entdeckt. Fische mit einem Gewicht von über zehn bis hin zu 20 Kilo sind hier keine Seltenheit. Bei einem Angelurlaub kann man sich auf Köhler ebenso freuen wie auf Dorsch, Heilbutt und große Pollacks.

Dass auf der norwegischen Inselgruppe alles auf das Angeln ausgelegt ist, wird man relativ schnell feststellen. Man findet ein reichhaltiges Angebot an Fischen und der passenden Ausrüstung. Sehr bekannt sind hier Camps, welche sich auf den Angelurlaub spezialisiert haben. Eingebettet in eine idyllische Landschaft liegen die meisten dieser Camps zwischen dem Meer und den noch mit Schnee bedeckten Bergen. Die ausgezeichneten Bedingungen zum Angeln und die passende Angelausrüstung lassen jedes Anglerherz höher schlagen.

Zeiten für einen Angelurlaub

Die größte Chance, schwere und besonders viele Fische zu fangen, hat man im Frühjahr. Gerade was Dorsche anbelangt, ist die Aussicht, sehr schwere Exemplare zu fangen, besonders hoch. Welche Fische gefangen werden, hängt nicht zuletzt von der Jahreszeit ab.

Während die Monate Januar bis März dafür bekannt sind, dass das Angebot an Dorsch im Gewässer rund um die Lofoten besonders reichhaltig ist, lassen sich im April und Mai auch der Schellfisch, Lumb, Leng und Kathfisch finden. Von Juni bis August erstreckt sich das Angebot von Dorsch über Köhler und Pollack bis hin zu Schellfisch, Scholle, Leng, Lumb und Makrele. Wer einen Köhler angeln möchte, für den bieten sich hauptsächlich die Monate September bis November an. Denn dann gibt es besonders große Exemplare.

Fischgründe

Weltberühmt ist unter den Fischanglern der Malstrom-Fjord. Dieser verläuft von der südlichen Spitze der Insel Moskenesoy aus und grenzt an das Dorf Å an. Der weltweit stärkste Gezeitenstrom ist vier bis fünf Kilometer breit und hat eine Tiefe von 40 bis 60 Metern. Beim Gezeitenwechsel werden große Mengen an Nährstoffen in den Vestfjord gedrückt Dies führt zu einem besonders reichhaltigen Fischbestand.

Viele Einheimische sind Touristen bei der Frage danach, wo gute Fischgründe liegen, nur zu gerne behilflich. Aber auch Seekarten, die es bei der örtlichen Touristeninformation gibt, können einem behilflich sein. Die passende Ausrüstung kann ebenfalls vor Ort gekauft werden. Anglergeschäfte gibt es unter anderem in den Orten Ballstad, Reine, sowie Svolvaer und Stamsund. Von dort aus kann man sich dann gleich an die Küste begeben und dort sein Glück versuchen.

Gesetzliche Bestimmungen

Das Angeln hat hier eine lange Tradition. Und gerade deswegen gibt es einige Regeln, die gerade Touristen in der heutigen Zeit bei einem Angelurlaub auf den Lofoten beachten sollten. Nicht geangelt werden darf an den so genannten Roten Tagen. Hierbei handelt es sich um die letzten sechs Sonntage vor Ostern. Dass man in diesem Zeitraum nicht angelt, hat eine lange Tradition und als Tourist sollte man dies respektieren.

Ab 16 Jahren muss eine Gebühr an die Staatliche Fischereiabgabe gezahlt werden, sofern auf den Lofoten geangelt wird. Die Höhe der Gebühr liegt bei etwa 90 NOK. Beim Angeln im Binnengewässer müssen für Süßwasserfische und Lachsfische 180 NOK entrichtet werden. Ebenso wichtig ist, dass Angler den örtlichen Angelschein besitzen. Die jeweiligen Bestimmungen, die sich von Region zu Region unterscheiden können, finden sich abgedruckt auf diesen Angelscheinen.

Touristen, die ihren frischen Fang mit nach Deutschland nehmen möchten, sollten wissen, dass es hier Begrenzungen gibt. Pro Person dürfen maximal 15 Kilo frischer Fisch eingeführt werden. Genauere Informationen über diese Bestimmungen erhalten Sie auch bei der Norwegischen Königlichen Botschaft in Berlin.